Nochmal auf Null - Neustart mit der Umschulung

Nochmal auf Null - Neustart mit der Umschulung

Im Gegensatz zur Weiterbildung hat die berufliche Umschulung das Ziel, ihren Absolventen auf ein völlig neues Berufsfeld vorzubereiten. Das ist im Bundesbildungsgesetz so geregelt. Wer eine Umschulung macht, fängt also noch einmal bei null an. Dafür kann es mehrere Gründe geben:

1. Strukturelle Arbeitslosigkeit:

Wenn Teile einer bestimmten Industrie zusammenbrechen (wie es etwa nach dem Ende der früheren DDR war, oder weil technische Neuerungen Produktionswege verändern oder überflüssig machen), gibt es für die früheren Beschäftigten oftmals keine Möglichkeit mehr, in einem anderen Betrieb im gleichen Beruf zu arbeiten. Dann können sie mit einer Umschulung neu anfangen.

2. Krankheit/Berufsunfähigkeit:

Wer als Restaurantfachfrau arbeitet und sich einen Rückenschaden zuzieht, wird sich ebenfalls nach einem neuen Beruf umsehen müssen.

3. Persönliche Interessen:

Eine Umschulung kommt auch dann in Frage, wenn sich persönliche Interessen verschoben haben. Es spricht theoretisch nichts dagegen, nach Jahren als Schlosser das Hobby Fotografie zum Beruf zu machen. In diesen Fällen müssen die Teilnehmer aber oftmals selbst für die Kosten aufkommen.

 

Eine Umschulung dauert zwischen neun Monaten und drei Jahren. Je näher am ersten erlernten Beruf die neue Ausbildung ist, desto weniger Zeit bis zum Abschluss braucht es, weil Qualifikationen angerechnet werden können. Organisiert ist die Umschulung meistens wie die ganz normale Berufsausbildung auch. Die Teilnehmer absolvieren praktische Phasen in einem Unternehmen und besuchen die Berufsschule. Oder sie absolvieren eine Fachschule zusammen mit den Berufsanfängern.

 

Tipp: Wer eine Umschulung machen möchte, muss immer Kontakt mit dem Arbeitsamt aufnehmen. Mindestens müssen die Berufsberater vor Ort Bescheid wissen, auch wenn Sie allein für alle Kosten aufkommen. Unter Umständen gehen Ihnen sonst Ansprüche auf Arbeitslosengeld verloren. Nicht nur Umschulungen sind hier von Interesse - auch andere Maßnahmen, wie beispielsweise ein Fernstudium Grafikdesign ist hier möglich.

 

Eine Genehmigung der konkreten Umschulung brauchen Sie immer dann, wenn Sie Geld vom Arbeitsamt haben möchten - etwa für zusätzliche Wohnkosten, Fahrten oder Material. Erfahrungsgemäß bestehen darauf auch die meisten Fachschulen und Betriebe, die Umschüler aufnehmen. Stellen sie Langzeitarbeitslose oder behinderte Menschen ein, haben nämlich auch sie einen Anspruch darauf, dass die Arbeitsagentur zumindest einen Teil ihrer Kosten für die Ausbildung erstattet.


Medienbetriebswirt

Im Laufe der letzten Jahrzehnte ist die Welt der Medien immer größer geworden. Dadurch ist die Branche an sich um einiges dynamischer geworden. Wer in der Medienbranche arbeitet, muss über das nötige Know-how verfügen, um die neuen Medien zu etablieren und alle Kanäle bedienen. Wer sich aus der Medienbranche weiterbilden möchte, kann sich beim Institut für Lernsysteme per Fernkurs zum „geprüften Medienbetriebswirt“ ausbilden lassen. Als Medienbetriebswirt ist man an der Schnittstelle zwischen Betriebswirtschaft und Medien tätig.

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